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Parkdaten für bessere Expansionsentscheidungen in Deutschland

By Tania Ilutsa, Julian Aengenvoort
09 Juni 2026
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Parkdaten für bessere Expansionsentscheidungen in Deutschland

Erreichbarkeit mit dem PKW ist ein entscheidender Faktor in der Standortanalyse. Für viele Einzelhandel -, QSR-, und Fitnesskonzepte heißt das: Kundinnen und Kunden müssen den Standort bequem anfahren und in der Nähe parken können.

In Standortbewertungen wird dieser Punkt oft zu grob betrachtet. Ein Parkplatz ist vorhanden. Die Straße wirkt belebt. Das Umfeld sieht auf der Karte stark aus. Was fehlt, ist der Blick auf die tatsächliche Nutzung: Wann wird geparkt? Wie lange bleiben Fahrzeuge? Kommen die Menschen aus der direkten Umgebung oder aus einem weiteren Einzugsgebiet? Targomos Parkdaten machen diese Muster sichtbar.

Was Targomos Parkplatzdaten sichtbar machen 

Parkdaten liefern Einblicke darin, wo, wann und wie Menschen ihre Autos abstellen. Bei Targomo basieren die Analysen auf anonymisierten, aggregierten App-Signalen und ermöglichen Analysen von Parkvorgängen, Parkfrequenzen und zeitlichen Mustern. 

Analysen sind für Parkplatzflächen, Einkaufszentren, Geschäftsviertel, Fachmarktstandorte oder individuell definierte Standortumfelder möglich. Die Auswertung erfolgt in einem hexagonalen Raster mit 10 Metern Kantenlänge. So lassen sich Parkmuster sehr präzise räumlich betrachten.  
 
Der Datensatz ist aktuell bundesweit für Deutschland verfügbar und wird jährlich aktualisiert. Die Parkplatzdaten sind sowohl über TargomoLOOP Location Intelligence als auch als separater Datensatz verfügbar. 

Parkverhalten als Frühindikator für Umsatzpotenzial

Parkdaten zeigen, wie ein Standort im Alltag genutzt wird. Für Expansionsteams helfen besonders vier relevante Perspektiven dabei, Standorte besser zu analysieren und miteinander zu vergleichen.

  • Räumliche Nutzung: Welche Parkflächen werden stark genutzt? Welche Bereiche bleiben schwächer? Gibt es Unterschiede innerhalb eines Standortumfelds?
  • Zeitliche Nutzung: Parkvorgänge lassen sich nach Stunde und Wochentag auswerten. Dadurch wird sichtbar, wann ein Standort die meisten PKW-Kunden anzieht und seine stärksten Nutzungsphasen hat.
  • Aufenthaltsdauer: Die Daten unterscheiden kurze Stopps von 5 bis 10 Minuten, mittlere Aufenthalte und Langzeitparker von mehr als fünf Stunden.
  • Herkunftsmuster: Die Entfernung zum Wohnort zeigt, ob ein Standort lokal, pendlergetrieben oder überregional genutzt wird.
Warum Targomos Parkplatzdaten?
Granularität & Präzision
Granularität & Präzision

Hohe räumliche und zeitliche Auflösung mit 10m-Hexagonrastern

Verhaltensanalysen
Verhaltensanalysen

Entfernung-zum-Wohnort-Analysen unterscheiden Einheimische von Besuchern

Skalierbare Lösungen
Skalierbare Lösungen

Stadtweite Datensätze oder maßgeschneiderte Standortauswertungen

DSGVO-konform
DSGVO-konform

Vollständig anonymisiert und datenschutzsicher

Standortvergleich für Einzelhandel,  Gastronomie- und Fitnessbereich 

Einzelhändler können prüfen, ob Parkflächen im direkten Umfeld ausreichend genutzt werden und ob die Aufenthaltsdauer zum Format passt. Ein Fachmarktstandort profitiert von längeren Aufenthalten, ein kleiner Nahversorger oder Bäcker eher von kurzen Stopps.

Expansionisten in der Gastronomie erkennen, ob ein Standort vor allem kurze Stopps erzeugt und wann diese auftreten. Das hilft bei der Einschätzung, ob ein Standort eher für Frühstück, Lunch, Abendgeschäft oder Wochenendspitzen geeignet ist.

Fitnessanbieter sehen, ob die Nutzung zu typischen Trainingszeiten passt. Morgen-, Abend- und Wochenendmuster sind dabei besonders relevant und ergänzen andere Daten wie die Einwohnerdichte.

Expansionsteams können Parkmuster rund um Wettbewerbsstandorte analysieren und mit eigenen Zielstandorten vergleichen: Wo entstehen ähnliche Frequenzprofile und wo zeigt sich ungenutztes Potenzial?

Anwendungsfälle in der Praxis 

Ladeinfrastruktur: Standorte nach realer Parkdauer bewerten 

Für Ladeinfrastruktur ist Parkdauer ein zentrales Signal. Ladepunkte sind dort besonders sinnvoll, wo Fahrzeuge ausreichend lange stehen und regelmäßig genutzt werden.

Targomos Parkdaten können helfen, stark frequentierte Parkflächen mit Aufenthalten von mehr als 30 Minuten zu identifizieren. Zusätzlich lassen sich Nutzergruppen nach Wohnortnähe und weiterer Anreise unterscheiden. Das ist relevant für die Frage, ob ein Standort eher für AC-Laden oder DC-Laden geeignet ist.

Auch Wochenend-Hotspots und Unterschiede zwischen Wochentags- und Wochenendnutzung werden sichtbar. So lässt sich Ladeinfrastruktur besser anhand realer Nutzungsmuster planen.


Beispielanalyse: Poco Möbelhaus

Zentrale Ergebnisse Stärken:

  • Ø 202 Parkvorgänge von mindestens 30 Min. pro Tag
  • Gleichmäßige Belegung von Mittag bis Abend
  • Leichtes Samstags-Peak, ausgeglichene Nutzung unter der Woche

Einschränkungen:

  • Besucher überwiegend aus 3–10 km Entfernung, geringe Wahrscheinlichkeit für Ladebedarf
  • Keine Parkvorgänge am Sonntag

Parkraumanalyse für Städte und Gemeinden 

Auch Städte und Gemeinden profitieren von einem genaueren Blick auf Parkverhalten. Entscheidend ist dabei, wie Anwohner, Pendler und Besucher Parkplätze tatsächlich nutzen. Targomos Parkdaten können Nutzergruppen nach Entfernung zum Wohnort unterscheiden: Anwohner im direkten Umfeld, Pendler aus größerer Entfernung und Fernbesucher. Dadurch wird sichtbar, wo Parkflächen stark durch Nicht-Anwohner genutzt werden.

Diese Informationen können eine Grundlage für Anwohnerparkregelungen, gezielte Regulierung und die Planung von Park-and-Ride-Angeboten in Bereichen mit starkem Pendleraufkommen schaffen.


Straßenparken rund ums Kottbusser Tor, Berlin. Fahrzeuge geparkt am Wohnort sind herausgefiltert – dargestellt werden ausschließlich Nicht-Anwohner.

Warum Expansionsteams den Daten vertrauen 

Targomos Parkdaten werden mit unabhängigen Quellen abgeglichen, dazu gehören offizielle kommunale Parkstatistiken und private sensorbasierte Belegungsmessungen. Die Validierung zeigt eine sehr hohe Korrelation bei der Gesamtzahl der Parkvorgänge sowie eine hohe Korrelation bei Parkdauern und zeitlichen Verteilungen. Die Ergebnisse sind außerdem über verschiedene Städte und Regionen hinweg vergleichbar.

Für Standortentscheidungen bedeutet das: Die Daten liefern eine strukturierte Grundlage, um Parkverhalten systematisch auszuwerten und an verschiedenen potenziellen Expansionsstandorten vergleichbar zu machen.

Parkdaten als zusätzlicher Layer in der Expansion 

Parkdaten ergänzen Standortanalysen um eine weitere Frage: Wie wird das Umfeld eines Standorts tatsächlich verkehrlich genutzt und passt es zum geplanten Konzept? Für Expansionsteams in Deutschland entsteht dadurch ein noch genaueres Bild von Erreichbarkeit, Nachfragezeiten und Nutzergruppen.

Parkflächen werden zu einem messbaren Standortsignal: für bessere und gezieltere Expansions- und Investitionsentscheidungen.

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