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Die wichtigsten Zutaten für eine erfolgreiche Expansion stationärer Geschäfte

Sep. 09 2022 Published by under Der Blog

Das bestehende Filialnetz um ein oder mehrere Geschäfte zu ergänzen ist ein gängiger Weg für Unternehmen zu wachsen. In diesem Artikel schauen wir uns an, worauf Einzelhändler bei der Suche nach dem perfekten Standort für ihr neues Geschäft oder Restaurant achten sollten. Und wir werden sehen, wie die neuesten innovativen Lösungen Einzelhändlern mit wenigen Mausklicks wertvolle Erkenntnisse liefern. 

Es mag zwar verlockend sein, bei der Planung eines neuen Ladengeschäfts dem Bauchgefühl zu folgen, aber es gibt noch viel mehr zu beachten, um den Erfolg zu garantieren. Von der Konkurrenzanalyse bis hin zu den Daten des Einzugsgebiets haben Expansionsmanager viele Möglichkeiten, sich ein Bild von der Nachbarschaft zu machen und zu verstehen, ob es der richtige Standort ist oder nicht.  
Hier sind unsere Top-Tipps für eine erfolgreiche Einzelhandelsexpansion:  

Lokal denken 

Je nachdem, wo das neue Geschäft entstehen soll, kann es wichtig sein, einen lokalen Bezug herzustellen. Exakte Dublikate des ursprünglichen Geschäfts können zwar gut für die Markenbildung sein. Aber vor allem bei internationalen Expansionsn kann es wichtig sein, sich mit den Gewohnheiten und der Kultur der ansässigen Kunden auseinanderzusetzen. Das ist der Grund, warum McDonalds zum Beispiel seine Speisekarte an die lokalen Geschmäcker anpasst – haben Sie Lust auf ein Stück Cookies & Cream Pie aus Malaysia oder einen Schweizer McRaclette Burger? 

Dieselbe Logik könnte auch erklären, warum Starbucks, die größte Kaffeekette der Welt, auf dem kaffeebegeisterten australischen Markt nicht Fuß fassen konnte. Die Rezeptur war wie in anderen Ländern sehr süß, was aber wohl nicht dem Geschmack der kultivierten Einheimischen entsprach, die mit dem Espresso italienischer und griechischer Einwanderer aufgewachsen waren. So war Starbucks 2018 gezwungen, 70 % seiner Filialen zu schließen. Die Kaffeekette feiert nun langsam ein Comeback im Land und richtet seine Angebote auf Touristen aus –  doch das Unternehmen musste auf die harte Tour lernen, dass lokale Recherche der Schlüssel für die internationale Expansion ist. 

Swiss 'McRaclette' advert of McDonald's
McDonald’s zeigt, wie sich globale Marken lokal anpassen: Der Burger-Riese überzeugt die Schweizer nicht nur mit einem speziellen McRaclette-Burger, sondern auch mit einem Werbetext in Schweizer Mundart

Daten, Daten und noch ein bisschen mehr Daten

Es ist eine Tatsache, dass einige Standorte besser laufen als andere. Aber mit den richtigen Erkenntnissen ausgestattet, können Expansionsmanager vom Schreibtisch aus fundiertere Entscheidungen treffen, die ihnen Aufwand und Kosten von Fehlversuchen ersparen. Wenn Sie zum Beispiel ein Restaurant betreiben, sollten Sie sich die Daten über Passantenverkehr genau ansehen: Wie viel ist in diesem Bereich tagsüber und abends los? Werden Kunden zum Mittag- und Abendessen vorbeikommen? Gibt es eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und wie ist die Parkplatzsituation in der Nähe? 

Wie attraktiv ein Standort ist, hängt auch damit zusammen, wie viele potenzielle Kunden den Ort  mit verschiedenen Verkehrsmitteln in angemessener Zeit erreichen können. Sehenswürdigkeiten und andere ‘Points of Interest’ in der Umgebung können als Publikumsmagneten wirken und es ist zu prüfen, ob sie gut zur Marke und zum Produkt passen. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto besser und schneller können Sie beurteilen, wie gut ein Ort für den beabsichtigten Zweck geeignet ist.  

Die richtigen Daten zu finden, ist manchmal nicht einfach. Öffentliche Daten über das Gebiet sind möglicherweise nicht verfügbar, stammen aus nicht vertrauenswürdigen Quellen oder sind durch verschiedene Quellen fragmentiert (in Deutschland gibt es zum Beispiel 16 offizielle Quellen für öffentliche Daten). 

Abhilfe können Tools und Plattformen schaffen, in die kuratierte Datensammlungen anbieten. Sie ermöglichen Ihnen, die benötigten Daten aus vertrauenswürdigen Quellen abzurufen und mit bereits vorhandenen Daten zu integrieren.

Das Zielpublikum kennen 

Nachdem Sie anhand der Geodaten alles Wissenswerte über das Gebiet herausgefunden haben, ist es ebenso wichtig, Ihre potenziellen Kunden zu kennen. Das bedeutet, dass Sie mehr über die demografischen Gegebenheiten der Region erfahren und prüfen sollten, ob diese mit Ihren Zielgruppen übereinstimmen.

Was wissen Sie über das Publikum Ihres bestehenden Geschäfts, das Sie zur Verbesserung der Leistung am neuen Standort einsetzen können? Wie wahrscheinlich ist es, dass Ihre Zielgruppe zu Ihren neuen Standort kommt? Welche konkurrierenden Geschäfte besucht Ihre Zielgruppe in der Umgebung Ihres neuen Geschäfts? Diese und weitere Fragen sollten Sie beantworten, bevor Sie sich für einen neuen Standort entscheiden.  

Technologie die harte Arbeit machen lassen

Aber das Datensammeln alleine ist nicht alles. Sie müssen die vorliegenden Daten bereinigen, ordnen, Prioritäten setzen und vor allem: analysieren. Mit anderen Worten: Sie müssen die Daten auch nutzen.

Ein Tool wie TargomoLOOP bietet Datensätze wie Demografien, Kaufkraft und Passantenfrequenzen aus zuverlässigen Quellen. Anschließend analysieren ausgeklügelte Algorithmen, welche Nachfrage Sie für einen bestimmten Standort und das gesamte Filialnetz erwarten können, und ob sich Ihre Geschäfte womöglich gegenseitigt kannibalisieren. Sie können unsere Standortinformationen sogar mit Ihren eigenen Geschäftsdaten verknüpfen, um Korrelationen aufzudecken. Sie können verschiedene Szenarien ausprobieren und sehen sofort, welche Optionen für Ihr nächstes Einzelhandelsgeschäft am besten geeignet sind.

Interessiert, mehr über die Analyseplattform TargomoLOOP zu erfahren? Demo buchen

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Sind ‚Dark Stores‘ die Supermärkte von morgen?

März 31 2022 Published by under Der Blog

Mit der Zunahme von Lieferdiensten sind „Dark Stores“ als Abwicklungszentren für ultraschnelle Bestellungen in dicht besiedelten Gebieten  entstanden. Aber worin unterscheiden sie sich von Supermärkten, wie plant man einen Dark Store, und was bringt die Zukunft?

Der Umsatz von E-Commerce wird bis 2023 6,5 Billionen Dollar erreichen, sagen Prognosen voraus – mehr als das BIP von Deutschland und Indien zusammen. Zwischen 2021 und 2026 soll der E-Commerce weltweit um 55 % wachsen.

Die Entwicklung ist nicht neu, aber die Covid-Pandemie hat sicherlich dazu beigetragen, den Wandel zu beschleunigen. Nach Untersuchungen von Capgemini stiegen die Online-Verkäufe im Vereinigten Königreich während der Covid-Pandemie um 61,8 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Amazon-Verkäufe 2020 um 81 % im Vergleich zum Vorjahr stiegen.

Dieser beispiellose Wandel bringt neue Möglichkeiten und Infrastrukturen mit sich, um die wachsende Nachfrage nach schnellen Lieferungen zu bedienen. Eine davon ist das Konzept des „Dark Stores“. Der Begriff ist den meisten wahrscheinlich nicht geläufig, aber jeder, der schon einmal online bestellt hat, ist mit einem solchen in Berührung gekommen.

Was sind Dark Stores?

Dark Stores ähneln im Aufbau einem Supermarkt und sind Lagerhäuser, die in Gängen angeordnet und bis unter die Decke mit Waren gefüllt sind. Aber hier enden die Ähnlichkeiten zwischen den beiden.

Dark Stores sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich, auch wenn einige von ihnen auch als Click-and-Collect-Zentren genutzt werden. Die Dark Stores sind aus der großen Vorliebe der Verbraucher für Bequemlichkeit und Online-Shopping entstanden. Wenn Sie eine ‚Quick Commerce‘ Bestellung aufgeben, die innerhalb des gleichen Tages geliefert werden soll, stehen die Chancen gut, dass sie in einem Dark Store erfüllt wird.

Ein weiterer entscheidender Unterschied zwischen einem Supermarkt im herkömmlichen Sinne und einem Dark Store sind die Einzugsgebiete und wie diese definiert werden. Bei einem Supermarkt wird das Einzugsgebiet eher geschätzt, weil die Kunden variieren und abwandern können. Mit anderen Worten: Der Käufer geht zum Verkäufer, und er benutzt viele verschiedene Verkehrsmittel, um dorthin zu gelangen, so dass bei der Definition des Einzugsgebiets die Erreichbarkeit mit verschiedenen Verkehrsmitteln berücksichtigt werden muss. Supermärkte sind auch so gelegen, dass sie vom Durchgangsverkehr profitieren, oft in der Nähe von sich ergänzenden Geschäften, so dass die Kunden mehrere Geschäfte in einem Gebiet besuchen können.

Bei Dark Stores ist das Gegenteil der Fall. Der Verkäufer geht zum Käufer, meist in Form einer Lieferung durch einen Zustelldienst. Aus diesem Grund kann der Dark Store sein Einzugsgebiet genau bestimmen. Dieses wird durch drei Elemente definiert: den Standort des Dark Stores (idealerweise in der Nähe einer großen Anzahl potenzieller Kunden), die Art des Transportmittels (meist Fahrzeuge oder E-Bikes) und die versprochene Lieferzeit.

Wo sind die besten Standorte für Dark Stores?

Wie für Supermärkte ist auch für Dark Stores die Lage entscheidend. Doch die Datengrundlage für Entscheidungen für oder gegen einen Standort ist eine andere. Während Supermärkte den multimodalen Transport und den hohen Fußgängerverkehr berücksichtigen müssen, ist es für Dark Stores viel wichtiger, strategisch und geografisch so platziert zu sein, dass Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte und dem richtigen demografischen Profil innerhalb der versprochenen Zeit werden können.

Auch der Platzbedarf kann ein anderer sein. Denn Dark Stores können den Platz optimal nutzen, da sie ihre Läden nicht nach kundenpsychologischen Gesichtspunkten einrichten müssen. In einem Supermarkt werden beispielsweise frische Produkte im vorderen Bereich und Werbeartikel am Ende der Gänge platziert. Stattdessen können Dark Stores häufig bestellte Artikel im vorderen Teil des Ladens platzieren, so dass sie leichter zu erreichen sind und Lieferungen noch effizienter werden.

Wie wir wissen, ist die Nähe zum Kunden der Schlüssel, um das Versprechens einer schnellen Lieferung zu erfüllen. Wenn jedoch viele Mikro-Fulfillment-Zonen in unmittelbarer Nähe liegen, besteht die Gefahr der Kannibalisierung durch sich überschneidende Liefer- oder Fulfillment-Zonen.

Wie Location Intelligence bei der Planung von Dark Stores hilft

An dieser Stelle kommt Location Technologie ins Spiel. Mit Tools wie TargomoLoop können Sie potenzielle Standorte und Gebiete bis ins kleinste Detail analysieren, von der Größe des Einzugsgebiets bis hin zu demografischen Daten. So können Sie die relevanten Zielgruppen orten, den potenziellen Markt genau definieren und Lieferzonen bestimmen, die miteinander harmonieren und eine mögliche Kannibalisierung vermeiden.

visualization of cannibalization in retail

Ein gutes Beispiel hierfür ist Yababa, ein Lebensmittelunternehmen, das sich auf türkische und nahöstliche Produkte spezialisiert hat. Mithilfe unserer leistungsstarken demografischen Standortdaten konnte das Unternehmen die optimalen Standorte ermitteln, von denen aus es seinen spezifischen Kundenstamm in Berlin, Köln und Düsseldorf bedienen kann.

Mit der Analyseplattform können Sie auch nach anderen demografischen Kriterien wie Haushaltsgröße, Kaufkraft und Verbraucherprofilen optimieren. Wenn Sie beispielsweise jüngere Kunden mit höherem Einkommen ansprechen wollen, können Sie herausfinden, wo Sie diese Zielgruppe finden und wie viele Sie innerhalb einer bestimmten Zeit beliefern können.

Dark Stores in der Zukunft

Im Gaststättengewerbe gibt es seit einigen Jahren das Konzept der sogenannten „Ghost Kitchens“. Sie ermöglichen es Restaurants oder Fast-Food-Lokalen, die nicht über einen physischen Standort mit Gastraum verfügen, ihre Kunden von Küchen aus zu bedienen, die nur ausliefern oder abholen. Das gleiche Prinzip wird jetzt auch in anderen Branchen angewandt. Die Supermarktkette Kroger und die Technologieplattform Ocado haben sich zusammengetan, um Kroger bei der Expansion in Gebiete zu unterstützen, in denen das Unternehmen derzeit nicht vertreten ist, ohne dass teure, publikumswirksame Ladengeschäfte eingerichtet werden müssen.

Ein weiterer Trend geht zu Hybridmodellen, bei denen Online- und Offline-Verkauf unter einem Dach verschmelzen. Alibaba hat dieses Konzept in China mit seinem intelligenten Supermarkt Hema erprobt. Hier stöbern Kunden zwischen physischen Produkten und scannen sie, um sie sich während des Einkaufs liefern lassen. Sie können sogar Lebensmittel bestellen und sofort zubereiten lassen, so dass sie zum Ende des Einkaufs zum Verzehr bereitstehen.

Gorillas, ein App-basiertes Lieferunternehmen mit Präsenz in Europa und den Vereinigten Staaten, nutzt Targomo, um Lieferzonen zu planen und abzubilden. Seit kurzem bietet der Lieferdienst auch Pick-Up, berichtet die New York Post. An den 18 Standorten in New York können die Kunden nun online bestellen und im Laden abholen zu einer Zeit, die ihnen passt.

In Deutschland geht die Supermarktkette REWE ähnlich vor und führt Abholstationen ein, die rund um die Uhr geöffnet sind. Sie ermöglichen REWE seinen Kunden, die zuvor über die App bestellten Lebensmittel jederzeit abzuholen.

Liegt die Zukunft vielleicht in hybriden Modellen? Während der E-Commerce-Umsatz boomt, bedeutet die Nachfrage der Verbraucher nach sofortiger Einkaufsbefriedigung und der Möglichkeit, ihre Einkäufe physisch zu erledigen, dass ein hybrides Modell, in dem Supermarkt und Dark Store verschmelzen, die nächste große Revolution in der Welt des Einzelhandels sein könnte.

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Neue Standortberichte in TargomoLOOP

Feb. 25 2022 Published by under Der Blog

Standortentscheidungen sind weitreichend und werden selten allein getroffen. Meist sind verschiedene Parteien und Hierarchien involviert. Darum ist ein entscheidender Teil des Entscheidungsprozesses, Informationen und Erkenntnisse über potenzielle neue Standorte mit den relevanten Stakeholdern zu teilen.  Hier kommen TargomoLOOPs Standortberichte ins Spiel.

Mit unserer Standortanalyse-Plattform TargomoLOOP können Sie Standortberichte erstellen und als PDF herunterladen. Die Standortberichte präsentieren die wesentlichen Fakten und Analyseergebnisse zu einem Standort. Sie helfen dabei, die Analyseergebnisse mit Kollegen, Vorgesetzten und Partnern zu teilen, und können zu Archivierungszwecken verwendet werden. 

Wir haben nun die Funktionen und das Layout der Berichte überarbeitet, um Relevanz und Verständlichkeit zu steigern, damit unsere Nutzer ihre Ergebnisse noch besser teilen können. 

Die erste Seite bietet einen Überblick über die Kerninformationen zum Standort. Dazu gehören die Adresse, die Bewertung innerhalb des Standortnetzwerks und ein Überblick über die gewählten Einzugsgebiete, die auch in einer Karte visualisiert werden. 

PAge examples of TargomoLOOP location reports

The coverage of the differently selected catchment areas is now shown in a concise way on the map

Targomo bietet die Möglichkeit, multimodale Catchment-Analysen durchzuführen. Das bedeutet, dass sich die Analyse über mehrere Einzugsgebiete erstreckt, die jeweils durch einen anderes Verkehrsmittel definiert werden können. Targomo LOOP bietet hier neben den Verkehrsmitteln Auto, zu Fuß, Rad oder Öffentliche Verkehrsmittel auch die Möglichkeit, die Geschwindigkeiten individuell einzustellen, weshalb auch zusätzliche Verkehrsmittel wie e-Bike abgebildet werden können. 

Berichte aufgeschlüsselt nach Einzugsgebieten

Auf weiteren Seiten enthält der Bericht die Analyseergebnisse aufgeschlüsselt nach den einzelnen Einzugsgebieten. Hier finden Sie Details zu den Sonderzielen, den demografischen und sozioökonomischen Merkmalen des Gebiets und anderen Datenpunkten, die der Analyse hinzugefügt wurden.

Auch kundenspezifische Daten können integriert werden. Dazu können vergangene oder geschätzte Gästezahlen, Bestellungen, die Größe des Standorts oder die Anzahl der Mitarbeiter gehören.

Möchten Sie die Analyse-Plattform TargomoLOOP in Aktion sehen? Buchen Sie hier Ihre Demo.

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Targomo erweitert Standortanalysen auf 24 Länder

Dez. 01 2021 Published by under Der Blog

Das Berliner Location Intelligence Startup Targomo befindet sich mit seiner Plattform für Standortanalysen auf internationalem Expansionskurs. So erhalten Nutzer jetzt Informationen zu Standorten in insgesamt 24 Ländern, darunter sieben außerhalb Europas inkl. der USA.

Erst letztes Jahr hatte Targomo der Plattform TargomoLOOP einen Relaunch verpasst und zuerst Daten für Deutschland, Österreich und die Schweiz integriert. „Wir haben unsere Plattform von Beginn an für eine weltweite Nutzung konzipiert“, sagt Henning Hollburg, Gründer und Geschäftsführer von Targomo. „Die große Nachfrage der Kunden hat uns überrascht und befeuert das Wachstum unserer Plattform, in die wir mittlerweile über 350 Datensätze integriert haben – und wöchentlich kommen neue hinzu.“

Ein Großteil des Expansionserfolgs Targomos geht von in Deutschland ansässigen Kunden aus, die die Vorteile der Analyseplattform auch in ihrer internationalen Expansion nutzen, sei es im Einzelhandel, Quick Commerce oder in der Planung von Fitness-Studios, Restaurantketten und Ghost Kitchens.

Auch im Health- und Beautybereich kommt die Analyseplattform erfolgreich zum Einsatz. „Wir nutzen TargomoLOOP sowohl für die Optimierung unseres Netzwerks als auch für die Expansion. Die verlässlichen Datensätze helfen uns, neue Gebiete zu entdecken und die richtigen Partner zu finden“, sagt Fabian Zimmermann, Teamlead Retail Management & Expansion bei DrSmile. Das Zahnpflege-Startup betreibt seine unsichtbaren Zahnschienen (Aligner) über ein Netzwerk von Partner-Praxen und nutzt TargomoLOOP inzwischen auch in Frankreich, Spanien und Italien.

TargomoLOOP ist eine KI-gestützte Plattform zur Analyse von Standortnetzwerken. Grundlage für die Analysen bilden präzise Reisezeitberechnungen, die mit soziodemografischen Statistiken, Bewegungsdaten, Point-of-Interest (POI)-Daten sowie geobezogenen Unternehmensdaten verknüpft werden. So hilft die Plattform Unternehmen, Erfolgsfaktoren zu identifizieren und schnell datenbasierte Standortentscheidungen zu treffen.

„TargomoLOOP ermöglicht es uns, unsere Standorte viel effektiver und schneller zu planen. Früher haben wir wochenlang recherchiert, jetzt können wir Entscheidungen in wenigen Tagen treffen“, berichtet Luukas Castren, Head of Expansion des Finnischen Ghost Kitchen Anbieters Huuva.

 

Wer Plattform und Daten in Aktion sehen möchte, kann hier ein Live-Demo buchen.

 

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Wie Technologien den Einzelhandel formten

Okt. 28 2021 Published by under Der Blog

Historic Department Store in Germany, 19th century
Ein Einkaufszentrum im Deutschland des 19. Jahrhunderts – hier wurde das Einkaufen zur sinnlichen Erfahrung.

Den Einzelhandel, wie wir ihn kennen, gibt es schon seit Jahrtausenden. Doch im Laufe der Zeit haben sich sich das Einkaufsverhalten, die Erwartungen und Ansprüche der Kunden kontinuierlich geändert, getrieben von technologischen Entwicklungen. Wir blicken zurück zu den größten Errungenschaften und Treibern im Einzelhandel. Denn wer diese Muster rechtzeitig erkennt und für sich nutzt, dem wird ein nachhaltiges Wachstum gelingen.

Die Rolle der Elektrizität und der Registrierkasse im modernen Einzelhandel

Den Beginn des modernen Einzelhandels kann man auf das 18. Jahrhundert datieren und lässt sich besonders gut in den Vereinigten Staaten von Amerika erkennen. Durch die Expansion entstanden neue Städte und Siedlungen, und mit ihnen gründeten sich auch eine Fülle von kleinen, unabhängigen Familienbetrieben, die von Lebensmitteln bis hin zu Medikamenten alles verkauften.

Als jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts die großen Bevölkerungszentren rasch wuchsen und Innovationen in den Bereichen Verkehr und Elektrizität für bahnbrechende Veränderungen sorgten, trugen sowohl die sich rasch verändernden europäischen als auch US-amerikanischen Städte zum Umbruch im Einzelhandel bei. So entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Folge dieses städtischen Wandels im Zentrum von Paris das erste Kaufhaus, das Le Bon Marché des Franzosen Aristide Boucicaut.

Im Gegensatz zu den kleinen Geschäften, die in der Goldgräberzeit weit verbreitet waren, konnten die Kunden in Europa nun eine breite Palette von Waren und Dienstleistungen unter einem Dach finden. Aber diese Kaufhäuser verkauften nicht nur Waren, sondern machten durch Vorführungen und Unterhaltungsangebote das Einkaufen zu einem Erlebnis. Schon bald tauchten in den Großstädten weltbekannte Namen auf, die uns bis heute vertraut sind. Namen wie Harrods, Macy’s und Sears.

Etwa zur gleichen Zeit wurde die Registrierkasse erfunden – und diese war weit mehr als ein Gerät zur Aufbewahrung von Geldscheinen und Münzen. Dank ihr konnten Unternehmen nun wesentlich einfacher ermitteln, ob sie Gewinn oder Verlust machten. Heute ist die Registrierkasse ein hoch entwickelter, vernetzter Knotenpunkt, der den Einzelhandel weiterhin vorantreibt.

Eine Transportrevolution für Menschen und Waren

Dann kam das Automobil, und mit ihm eröffneten sich neue Möglichkeiten sowohl für das Einkaufen als auch das Leben außerhalb der Stadt. Ein Trend, an den sich die Einzelhändler schnell anpassten. In der Mitte des 20. Jahrhunderts, als der Anteil der Autobesitzer kontinuierlich stieg, entstanden damit die Einkaufszentren. Jene großen “One-Stop-Shops” boten alles, was das Herz begehrt,  unter einem Dach an.

Schon vor der Einführung des Autos ermöglichten andere Transportmittel neue Formen des Warenverkaufs. Denn mit der Fertigstellung des kontinentalen Eisenbahnnetzes entwickelte sich der Versandhandel mit Waren des täglichen Bedarfs. Laut Britannica trugen insbesondere drei Neuerungen zur Expansion des Versandhandels bei: Die Möglichkeit, eine Vielzahl von Waren zu vergleichsweise niedrigen Preisen an Landwirte zu verkaufen; eine Posttarifstruktur, die die Verbreitung von Versandhandelszeitungen und Katalogen förderte, sowie die Einführung des Paketpostsystems im Jahr 1913.

Das Internet und der Aufstieg des elektronischen Handels

Dennoch blieb das Konzept des stationären Handels relativ unangefochten, bis vor nicht allzu langer Zeit das Internet ein neues Goldenes Zeitalter des Einkaufens einläutete.

Unternehmen wie Amazon haben die Einzelhandelslandschaft in 25 Jahren mehr verändert als alles andere in den letzten Jahrhunderten. Mit einem Mausklick kann man sich heute von einem Paar Schuhe bis hin zu einem neuen Fernseher alles nach Hause liefern lassen, in vielen Fällen noch am selben Tag. Einem kürzlich erschienenen Bericht zufolge ist es also kaum verwunderlich, dass 96% der US-Amerikaner heutzutage online einkaufen, während nur 65% des Einkaufsbudgets in Geschäften ausgegeben wird. Vor nicht allzu langer Zeit kauften unsere Vorfahren noch auf Märkten ein, heute erledigen 43% der Menschen ihre Einkäufe vom Bett aus.

Aber so großartig es auch ist, das Shopping-Glücksgefühl erleben zu können, ohne dafür das Haus zu verlassen – die Freude am Stöbern, am Anfassen und an der Interaktion mit den Waren hat abgenommen. Der soziale Aspekt des Einkaufens ist beim E-Commerce verloren gegangen. Aus diesem Grund erleben wir vor allem in Kleinstädten einen wachsenden Trend zum lokalen Handel; ein Trend, der immer stärker wird, da die Menschen immer nachhaltigere Entscheidungen treffen möchten.

Retail Analytics und Big Data eröffnen neue Möglichkeiten

Wie wir im Laufe der Geschichte gesehen haben, prägten entscheidende Erfindungen, Trends und Konsumgewohnheiten den Einzelhandel, und sie werden es auch weiterhin tun: Als Gesellschaft haben wir heute Zugang zu mehr Daten, als wir je für möglich gehalten hätten. Und die Aufgabe ist nun, sie gewinnbringend zu nutzen.

Im Einzelhandel helfen Retail Analytics, Wirkungszusammenhänge auf Basis relevanter Daten zu verstehen. Hierzu schreibt Britannica: “Unter Retail Analytics versteht man den Prozess der Nutzung von Big Data zur Optimierung der Preisgestaltung, der Lieferkette und zur Verbesserung der Kundenloyalität. Big-Data-Analysen im Einzelhandel ermöglichen es Unternehmen, Kundenempfehlungen auf der Grundlage ihrer Kaufhistorie zu erstellen, was zu personalisierten Einkaufserlebnissen und verbessertem Kundenservice führt. Diese riesigen Datensätze helfen auch bei der Vorhersage von Trends und beim Treffen strategischer Entscheidungen auf der Grundlage von Marktanalysen.“

Erfolgreiche Einzelhändler nutzen heute Retail Analytics, um zu verstehen, wie sich die Nachfrage nach ihren Produkten im Laufe der Zeit und an verschiedenen Orten verändert. Wenn sie ihre Modelle um Kundendaten ergänzen, können sie herausfinden, wie sie die Konsumenten dort erreichen können, wo sie sich aufhalten, und ihr Produktsortiment auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage besser planen.

Standorte und Gebiete spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg jedes stationären Geschäfts. Geomarketing verknüpft standortbezogene Geschäftsdaten mit Informationen über regionale Märkte, wertet sie aus und leitet Zusammenhänge ab. Auf diese Weise ermöglicht Geomarketing den Unternehmen, Risiken und Potenziale abzuwägen und so schnell Entscheidungen zu treffen.

Doch dies ist erst der Anfang. Erfahren Sie, wie Targomo Ihnen mit Location Intelligence helfen kann, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und die nächste Disruption im Einzelhandel für sich zu nutzen.

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Vélographs: Cycling Maps That Marry Art and Tech

Aug. 12 2021 Published by under Der Blog

Like so many of us, Ryan Morris loves to travel, especially by bike. The France-based American found a way to turn his passion into a beautiful work of art, using location technology to showcase reachable areas by bike.  His idea comes with a twist: In his online shop Vélographs, customers can select any location of their choice and order a poster-size print of a unique bike map in the blink of an eye. For these live travel time calculations, the Vélographs project relies on Targomo’s API.

 

Ryan, you are a marketing expert with a strong design focus. Your work usually revolves around web projects. Why did you go for travel maps? 

Before starting a career, I spent about four years travelling the world and living out of a backpack. While traveling by bus across large countries like South Africa and Argentina, I became obsessed with maps – this was before smartphones were available, so on long rides often it was just maps of where I was heading to keep me company. And maps, whether analog or digital, will always be key to knowing what’s possible and what’s accessible. Taking a chance on a new place and not knowing anything about it except where it is on the map, that was kind of fundamental to me.

 

How are your maps different?

In the Vélographs online store, users can enter an individual address and have a map created showing the areas that can be reached by bicycle within 60 minutes.

The maps that are created by Vélographs are truly unique – yes because they are personalized, but even more so because of their concept: It’s topography by subtraction. That idea fascinates me. A traditional map will show you everything, and you have to discern where you can get to and what might be in the way. A Vélograph only shows areas reachable within a 60 minute bike ride, natural obstacles such as mountains and rivers are subtracted from the topography, resulting in your actual cycling range and all your biking possibilities. Even traffic patterns and elevations are represented within these calculations. This can lead to incredibly interesting prints. I also love that it provides a fresh perspective on a place you might know by heart. For example, I looked up the old house I grew up in, and I never would have guessed that is was my childhood home and surrounding area. And to me that was really quite interesting – to know a place inside out and yet not recognize it due to the contours of the area around it.

 

Your travel time (gradient-colored) maps are calculated live through Targomo’s API. How did you come across location technology?

Living in Grenoble, France, I’m sharing an office with Adam Roberts, who’s taking care of Targomo’s API customer projects.  We spent many lunches discussing what was visually possible with location technology, especially travel time analysis. Coming from a background of travel and consumer marketing, I was intrigued by such unique customization and personalization, which was easily unlocked with Targomo.

 

What was most important in your decision to launch a completely new consumer product?

My personal vision was to enable customized map creation on the front-end, while utilizing automation under the hood, so as the business scaled, it wouldn’t require more overhead. I wanted to prove to myself it was possible.

Also, when it became clear that not only can we determine access for cyclists at a certain speed by time, but we can also color-grade it, that was kind of the aha-moment for me. It’s not just 60 minutes, it’s every 10-minute-span within that hour of riding. I have never seen anything like that.

 

Which were your biggest challenges with regard to launching this project?

I was mainly concerned about the speed and quality. In e-commerce, speed matters more than anything else. You start to lose customers at a rate that compounds for each second that you make them wait. Whether it’s  when they add something to their cart, or the time it takes to load an image, time is of the essence. My biggest doubt was: Can this technology really render a custom map, on the fly, and in high detail at a speed that isn’t going to push people away? And even on a 4G cellphone connection? But Targomo’s API more than exceeded my expectations – Targomo proved it was possible. Then, once I found a print partner for both Europe and North America that could produce our maps at the level of quality and detail we required, then the two big boxes felt like they were checked.

 

Thank you for the interview!

My pleasure. Thank you Felicia and the team at Targomo.

 

If you want to use Targomo’s API to create your own, unique applications or location features, have a look at what you can do in our developer center or directly get in touch!

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Hyperlocal Shopping: Nachbarschaftsläden, lokale Dienstleistungen und E-Commerce auf Abruf

Aug. 06 2021 Published by under Der Blog

Hyperlocal shopping: A woman looking at groceries at a neighborhood shop.
Hyperlocal shopping: “Support your local” is more than a catchy phrase. Source: Gabriella Clare Marino / Unsplash

SERIE: TRENDS IM EINZELHANDEL; DIE SICH WÄHREND DER PANDEMIE VERSTÄRKTEN

#3 — Hyperlocal is hot

„Hyperlokale“ Einkäufe und Dienstleistungen haben im Zuge der Pandemie einen enormen Aufschwung erfahren. Immer mehr Menschen ziehen es vor, Geschäfte in ihrer Nähe zu besuchen und Produkte zu bestellen, die sofort geliefert werden. In diesem dritten Artikel unserer Einzelhandelsreihe gehen wir darauf ein, warum „hyperlocal“ in Handel an Bedeutung gewonnen hat und wie Einzelhändler auf diesen Trend reagieren.

Den Begriff „hyperlocal“ gibt es schon seit einiger Zeit, ist aber seit einigen Monaten in aller Munde. Im Kontext des Einzelhandels bedeutet „hyperlokales Einkaufen“, dass die Verbraucher Produkte in ihrer Nachbarschaft kaufen. Der Ausbruch des Coronavirus hat das hyperlokale Einkaufen in zweierlei Hinsicht gefördert. Erstens hat die Pandemie die Mobilität der Bürger eingeschränkt und viele von uns dazu gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten. Auch wenn die Maßnahmen inzwischen in weiten Teilen der USA und Europas wieder aufgehoben wurden, bleibt Home Office für viele eine Realität. Wenn das Leben wieder zur Normalität zurückkehrt, planen viele Arbeitnehmer, weiterhin von zu Hause aus zu arbeiten, zumindest in Teilzeit. Darüber hinaus überlegen viele Unternehmen, hybride Modelle einzuführen. Dies stärkt die Bedeutung lokaler Angebote wie Geschäfte, Cafés und Restaurants in der Nähe des Wohnorts.

Zweitens hat die Pandemie die Einstellung zum lokalen Einkaufen verändert. Viele Menschen sehen einen größeren Wert in lokalen Angeboten und haben erkannt, dass ihre lokalen Ausgaben die Geschäfte in der Nachbarschaft am Leben erhalten. Eine internationale Studie von Adyen und Opinium ergab, dass zwei Drittel der Befragten auch nach der Pandemie weiterhin bei lokalen Einzelhändlern einkaufen wollen, damit diese weiter bestehen können.

Lokale Geschäfte sind gefragt

Die Umsatzzahlen zeigen deutlich, dass die Nachfrage in lokalen Geschäften steigt. Im vergangenen Jahr, als die Bürgerinnen und Bürger im Vereinigten Königreich zwei Schließungen hinnehmen mussten, sanken die Gesamtausgaben der Verbraucher gegenüber 2019 um 7,1 Prozent. Laut Barclaycard-Zahlungsdaten verzeichneten lokale Geschäfte jedoch ein Umsatzwachstum von 29 Prozent.

Lokale Einkäufe expandierten in diesem Jahr sogar noch stärker. Laut den Zahlen von Barclaycard gaben britische Käufer im Mai 2021 im Vergleich zum Mai 2020 69 Prozent mehr bei lokalen Lebensmittel- und Getränkehändlern wie Metzgereien, Bäckereien und Lebensmittelgeschäften aus. Dies geschah, obwohl die Einkaufsbeschränkungen im Land einen Monat zuvor aufgehoben worden waren, und übertraf das allgemeine Wachstum der Verbraucherausgaben von 7 Prozent im Mai.

Große Einzelhändler eröffnen kleinere lokale Läden

Für die Kunden bieten lokale Geschäfte klare Vorteile. Geschäfte in der Nachbarschaft sind leicht zu erreichen und benötigen weniger Zeit zum Betreten und Verlassen als ihre großen Pendants. Ähnlich wie bei der Lieferung von Lebensmitteln oder Mahlzeiten auf Abruf bieten diese hyperlokalen Läden eine sofortige Verfügbarkeit und damit Bequemlichkeit. Diese Vorteile können den Nachteil eines kleineren Produktsortiments aufwiegen, was bei lokalen Geschäften oft der Fall ist.

Einzelhändler reagieren auf den Trend, erkennen ihre Chancen und setzen ihre Prioritäten neu. Schon vor der Pandemie hatten Unternehmen wie die Supermarktkette Target, die Sportmarke Nike und das Modehaus Nordstrom kleinere, lokale Geschäfte eröffnet. Dieser Trend hat sich noch beschleunigt. Vor einigen Monaten kündigte die französische Supermarktkette Système U an, dass sie bis 2024 fast 400 neue Standorte ihrer U Express Convenience Stores eröffnen will, derzeit sind es 800. Ikea, bekannt für seine autofreundlichen Standorte am Stadtrand, eröffnet 50 neue kleinformatige Läden in städtischen Gebieten auf der ganzen Welt, darunter auch in Queens, New York City. Die Anpassung von Produkten und Dienstleistungen an den lokalen Geschmack und das Erreichen neuer Zielgruppen sind für Ikea die Hauptgründe für die Eröffnung dieser kleineren, lokalen Geschäfte.

In einem Report fasst das Beratungsunternehmen BCG dies wie folgt zusammen: „Wo Verbraucher Wert auf äußerste Bequemlichkeit legen, müssen Einzelhändler ihren physischen Fußabdruck von großen, über weite Gebiete verteilten Läden zu einem dichten Netz kleinerer Läden in unmittelbarer Nähe des Verbrauchsortes weiterentwickeln.“

Hyperlocal analysis: A map shows a store's catchment area and the values for different variables in a table. Source: Location analytics platform TargomoLOOP.
Detaillierte Untersuchung eines lokalen Geschäfts, wobei das Einzugsgebiet auf der Karte und die demografischen Variablen in der Tabelle dargestellt sind. Quelle: Standort-Analyseplattform TargomoLOOP

Hyperlocal services and delivery

Als „hyperlocal“ werden auch Dienstleistungen und Produkte bezeichnet, die lokal erbracht und geliefert werden. Das können zum Beispiel Lebensmittel und Mahlzeiten sein, die online bestellt und sofort geliefert, auch unter „hyperlocal E-Commerce“ oder Quick-Commerce bekannt. Beispiele finden sich in unseren früheren Artikeln über die Lieferung von Lebensmitteln und Geisterküchen erörtert.

Auch häusliche Dienstleistungen wie Gerätereparaturen, Reinigung und Körperpflege können als hyperlocal eingestuft werden. Unternehmen, die diese Dienstleistungen anbieten, stellen in der Regel ein Team von Mitarbeitern ein oder nehmen sie unter Vertrag, um in bestimmten geografischen Gebieten zu arbeiten, in denen eine hohe Nachfrage zu erwarten ist. Laut Allied Market Research wird sich der Markt für hyperlokale Dienstleistungen, zu dem auch Lebensmittel- und Lebensmittelbestellungen sowie Logistikdienste gehören, bis 2027 mehr als verdoppeln und 3,6 Billionen US-Dollar erreichen.

Lokale Angebote anpassen

Die steigende Nachfrage nach lokalen Produkten lässt viele Einzelhändler umdenken. Bei Standorten in klassischen Einkaufstraßen war die Kundenfrequenz traditionell die wichtigste Kennzahl, um das Potenzial des Standorts zu bewerten, während die demografischen Gegebenheiten in der Nachbarschaft eine untergeordnete Rolle spielten. Wenn sich ein Einzelhändler jedoch auf die Kunden vor Ort konzentriert, sind neben den Besucherzahlen in der Mikroumgebung auch Daten über die Einwohner wichtig und sollten bei der Standortbewertung berücksichtigt werden.

Die demografischen Gegebenheiten können auch bei der Anpassung des Produktsortiments eine Rolle spielen, wie das Beispiel von Ikea zeigt. Das Möbelhaus berücksichtigt, wie sich Stadtteile zusammensetzen und welche Vorlieben die Bewohner haben, um in jedem Gebiet das richtige Angebot zu schaffen. Der hyperlokale Trend ist so eng mit der Berücksichtigung des lokalen Geschmacks verbunden. Die Konzentration auf die Nachbarschaft ermöglicht es den Einzelhändlern, ihre Produktpalette zu straffen und nur das anzubieten, was in einem bestimmten Gebiet nachgefragt wird.

In Verbindung mit dem veränderten Konsum- und Arbeitsverhalten der Menschen nach der Pandemie kann das hyperlokale Einkaufen und die Erbringung von Dienstleistungen in Zukunft weiterhin ein wichtiger Trend für viele Einzelhändler sein.

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Location Intelligence ermöglicht es Einzelhändlern, die besten Standorte für ihr Geschäft zu identifizieren.
Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren

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Schuh-Einzelhändler Deichmann unterstützt Standortwahl mit der Location Intelligence Plattform von Targomo

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